FSJ im BMTV 2006-2011

5 Jahre Kooperation Schule und Verein
Ein erfolgreiches Projekt mit ungewisser Fortsetzung


Das Kürzel FsJ bedeutet "Freiwilliges Soziales Jahr im Sport". Gemeint ist damit ein staatlich gefördertes Programm, das es Jugendlichen im Übergang von Schule zu Beruf ermöglicht, sich im Jugendsport zu betätigen, um fachliche und persönliche Kompetenzen zu entwickeln. Die Verpflichtung zum 12-monatigen FsJ wurde gleichzeitig als Ableistung des Zivildienstes anerkannt.


In den letzten 5 Jahren beschäftigte der BMTV jeweils jährlich einen FsJ-ler. Deren Aufgabe bestand neben allgemeinen Verwaltungsarbeiten im Verein und der Unterstützung der Trainer der Jugendmannschaften auch in der selbständigen Betreuung und eigenverantwortlichen Trainingsleitung von mehreren Jugend-Handballmannschaften. Ihre fachliche Qualifikation erwarben die FsJ-ler in zuvor absolvierten Lehrgängen, in denen sie den Jugendtrainerschein und die Handball-Trainer-C-Lizenz erwarben.

fsj-2006-2011 

5 Jahre FsJ im Barmstedter MTV (von links): Andreas Butzmann (2006/07), Guido Schulz (2007/08), Joachim Baasch (FsJ-Betreuer), Gunnar Scheele (2008/09), Bodo Eike Baasch (2009/10), Christian Behnke (2010/11)

Der eigentliche Grund, eine ständige FsJ-Stelle im Verein einzurichten, liegt allerdings ganz woanders. Schon frühzeitig erkannte der BMTV, dass man zur aktiven Mitgliederwerbung bereits im Schulalltag präsent sein sollte. Neue Schulkonzepte, die einen Freizeit- und AG-Bereich neben den Unterricht installierten, boten einen willkommenen Einstieg in ein völlig neues Tätigkeitsfeld. Seit 2006 führte der jeweilige FsJ-ler im Auftrag des BMTV diverse Sportangebote als AG in den Barmstedter Schulen durch. So wurden den Schülern neben den traditionellen Sportarten wie Fußball, Handball und Volleyball auch manche sogenannte Trend-Sportart nahegebracht.

Richteten sich anfänglich die AG-Angebote überwiegend an die Jahrgänge der weiterführenden Schulen, so erweiterte sich das Arbeitsfeld des FsJ-lers immer stärker in Richtung Grundschule. Neben den Aktivitäten im Freizeitbereich der Schulen wurde dieser zunehmend auch in den Schulunterricht mit eingebunden: Lehrer-Assistenz im Sportunterricht, eigenständige Unterrichtstätigkeit im Projektunterricht Handball als auch beim Fahrradsicherheitstraining, Aufsicht beim Schwimmunterricht usw. Der FsJ-ler war als zuverlässiger und qualifizierter Kollege gern gesehen.

Insgesamt muss man die Schulkooperation in der praktizierten Form als Erfolgsmodell bewerten. Unsere FsJ-ler haben eine hervorragende Arbeit geleistet. Ihre Tätigkeit war eine ausgezeichnete Werbung für den Verein, entlastete das vorhandene Lehrerkollegium in Unterricht und Freizeitbereich und trug auch ganz wesentlich zu einer "sportlicheren" Schule bei.

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Vereinsleben 1/2011