Wie bin ich zum E-Rollifußball gekommen? Berichte von zwei Spielern

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Ich bin vor ungefähr einem Jahr zum E-Rollstuhl Fußball gekommen und habe seitdem bei einigen Turnieren mitgespielt.

Diese Sportart zu spielen bringt sehr viel Spaß und es ist eine Freude sich mit anderen Teams zu messen, als auch im Training neue Spielzüge einzustudieren. Außerdem ist Fußball eine der populärsten Teamsportarten und durch den E-Rollstuhl Fußball ist man auch im Rollstuhl dazu in der Lage diese Sportart in ähnlicher Form auszuüben und seinen Idolen im Fußball nachzueifern. Generell gibt es auch ein genaues Regelwerk und Welt- und Europameisterschaften (wie im Fußball), was dadurch auch zum Spaß und auch zur Professionalität beiträgt.

Auch gibt es nicht viele Sportarten (vor allem Teamsportarten), die mit dem E-Rollstuhl gespielt werden können. Und vor allem im Team macht es Spaß gemeinsam die Gleiche Sportart zu spielen und durch eingeübte Spielzüge zusammen Tore zu schießen und Erfolge zu feiern.

Meine persönlichen Ziele für die nächsten Jahre sind erstmal das wir mit dem Team an vielen Turnieren teilnehmen und möglichst auch um die Titel mitspielen können, wobei der Spaß im Vordergrund steht. Dann wollen wir uns als Team weiterentwickeln und uns verbessern, und auch neue Dinge einzuüben, die in Zukunft helfen erfolgreich auf Turnieren zu sein, denn durch Erfolge hat man natürlich noch mehr Spaß am Spiel.

Natürlich soll auch die Popularität für diese Sportart in Deutschland erhöht werden, sodass noch viele Menschen von der Sportart begeistert werden und auch spielen wollen, und auch viele Teams mehr entstehen, sodass vielleicht auch irgendwann mal eine Liga in Deutschland entstehen kann.

Und natürlich hat jeder Spieler das Ziel irgendwann auch mal bei einer Welt- oder Europameisterschaft für sein Land mitzuspielen…

Thore Mede

 

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Ich bin Muchtar Razag und Berichte euch nun von der Sportart E-Rolli-Fußball.

Vor eineinhalb Jahren habe in Folge eines Umzuges den Sportverein gewechselt und spiele nun mit Freude und Stolz bei den Knights Barmstedt im BMTV E-Rolli-Fußball.

E-Rolli-Fußball fing für mich bei den Knights an und ist eine attraktive und vor allem taktisch sehr anspruchsvolle Sportart für Menschen die in einem Elektro-Rollstuhl sitzen.

Man muss sich beim Training oder auch bei Turnieren immer auf einem hohem Niveau konzentrieren und wachsam sein. Wenn man einmal nicht aufpasst ist es passiert und das Team kann wegen einem Fehler ein Gegentor kassieren. Das macht für mich den Sport so spannend einfach zu wissen um Leistungen zu bringen muss man immer mit voller Konzentration und auch Ehrgeiz beim Sport sein.

Da es ein Teamsport ist wird der Zusammenhalt gestärkt und wir wachsen alle mit unseren Erfolgen und auch Niederlage zusammen. Man lernt dadurch auch was im Training verändern bzw. auch einfach verbessert werden muss damit das Team noch besser spielen kann.

Wir haben eigentlich zusammen mit dem E-Rolli-Fußball vor eineinhalb Jahren angefangen. Nur 3 Wochen nach dem Beginn des Fußball-Trainings fuhren wir zum „1. deutschen E-Rolli-Fußballturnier“ nach Dresden. Ich persönlich hätte keine hohen Erwartungen zumal wir mit nur halber Mannschaft hingefahren sind und da wir ein Spieler zu wenig waren mit einem Gastspieler gespielt haben. Der aber noch nie E-Rolli-Fußball gespielt hat.

Bei diesem Turnier belegten wir (für mich total unerwartet) den 1. Platz.

Ein halbes Jahr später fuhren wir zu dem „3. Ottobock-Cup“ nach Wien. Durch den 1. Platz den wir zuvor in Dresden gemacht haben. Wurden wir in die Champions League Gruppe eingeteilt. Dort spielten wir gegen die besten Teams Österreichs und Deutschlands. Wir kamen dort ins Finale und spielten da gegen ASKÖ Wien die zum großen Teil aus Spielern der Nationalmannschaft des österreichischen Teams stammen. Dort haben wir knapp mit 1:2 verloren.

Seit diesem Turnier hat mich der Ehrgeiz gepackt eines Tages dieses Team zu schlagen.

Da wir auf diese Turniere gefahren sind lernt man neue Menschen und auch Freunde kennen wo man sich auch über den Sport austauschen kann.

Es gibt natürlich auch das Team hinter dem Team:

Unser Trainer: der uns Training für Training auf ein neues Level bringt.

Unser Manager: der den Kontakt außerhalb des Teams führt und herstellt.

Unser Schriftführer: der nach jedem Turnier und auch zwischen den Turnieren Berichte und Beiträge für die Außenwelt und auch anderen Mannschaften des Vereins schreibt.

Die Familienmitglieder und Betreuer: die uns bei diesen Turnieren begleiten und unterstützen.

Mein Ziel ist es in einem Ligamodus in Deutschland zu spielen und für die deutsche Nation spielen zu dürfen.

Ich freue mich das in einer Woche der „4. Ottobock-Cup“ in Wien stattfindet und wir wieder dabei sein dürfen.