E-Ball Aktuelles

Himmelfahrtsturnier Dinklage 2017

Das diesjährige Himmelfahrtsturnier im E-Ball fand dieses Jahr wieder in Dinklage (Niedersachsen) statt. Neben unserem Team, den Knights aus Barmstedt (wir konnten mit Marco, Malte, Steffen, Muchti, Johannes, Nick und Thore In voller Besetzung antreten), waren bei den A-Mannschaften die Gastgeber von den Fireballs aus Dinklage, zwei Mannschaften der Raisdorf Panthers, Hamburg Fastlane, die Black Eagles Schenefeld, sowie die Rocky Rolling Wheels aus Berlin mit dabei. Untergebracht waren wir im Internat des Kardinal-von-Galen-Haus in Dinklage.

Die Vorrunde startete am Donnerstag (25.05). Wir waren in einer Gruppe mit Raisdorf 1, Schenefeld und RRW Berlin. Gespielt wurde 1x 20 Minuten in einer Hin- und Rückrunde.

Wir begannen das Turnier gegen Raisdorf 1. Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel in der sich keine der beiden Mannschaften einen großen Vorteil erspielen konnte. Es war ein sehr hart geführtes Spiel, sodass nur sehr wenige Chancen entstanden. Schließlich stand es nach 19 Minuten immer noch 0:0. Dann allerdings bekamen die Raisdorfer noch einen Freistoß in unserer Hälfte zugesprochen. Diesen konnten sie leider zum 1:0 direkt verwandeln. Auch unser letzter verzweifelter Schuss auf das Tor wurde geblockt, sodass es bei der Auftaktniederlage blieb.

Unser zweites Gruppenspiel hatten wir dann gegen RRW Berlin. In diesem Spiel hatten wir eine deutliche Leistungssteigerung. Wir kamen sehr gut ins Spiel hinein, sodass wir uns Chancen erspielen konnten und dadurch auch schon zur Hälfte der Spielzeit 2:0 in Führung lagen. Danach machten wir genau so weiter und gewannen am Ende mit 5:0.

Zum Abschluss der Hinrunde spielten wir dann gegen Schenefeld. Dieses Spiel war wieder etwas härter. Wir erspielten uns aber ein Übergewicht und nutzten unsere guten Tormöglichkeiten und gingen mit 2:0 in Führung. Nach der Hälfte kam dann allerdings der Anschlusstreffer und es wurde noch einmal spannend. Wir behielten aber die Ruhe und gewannen schließlich sogar noch mit 3:1.

Unser letztes Spiel des Tages hatten wir wieder gegen Raisdorf 1. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Wieder entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Und wieder ging es ordentlich zur Sache, viele Zweikämpfe wurden geführt. Lange Zeit stand es wieder 0:0. Doch dann bekamen die Raisdorfer in einem Angriff den Ball irgendwie in unser Tor. Ein glücklicher Treffer. In der Schlussphase versuchten wir noch einmal alles, aber konnten auch die zweite knappe Niederlage nicht mehr verhindern.

Am Abend des ersten Tages stellten wir den anderen Teams und Zuschauern in einem Freundschaftsspiel gegen die Fireballs aus Dinklage noch die Sportart E-Rollstuhl Fußball vor, um diese auch für die Sportart zu begeistern.

Am Ende des ersten Tages spielte vor der Halle noch eine Liveband und der Abend konnte gemütlich ausklingen.

Der zweite Tag begann für uns mit dem Spiel gegen RRW Berlin. Wir starteten sehr gut in die Partie und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Im weiteren Verlauf erspielten wir uns eine Reihe guter Chancen und nutzten schließlich eine von diesen vor der Hälfte zum 3:0. Danach plätscherte das Spiel so vor sich hin, ohne dass wir ein weiteres Tor erzielen konnten. Kurz vor Schluss kamen wir dann doch noch zum 4:0.

Da Schenefeld Raisdorf überraschend mit 2:1 besiegte, hing nun der Halbfinal-Einzug vom letzten Gruppenspiel gegen Schenefeld ab. Ein Unentschieden würde uns zum Halbfinale reichen.

Das Spiel begann sehr ausgeglichen und es entwickelte sich ein harter Kampf. Wir versuchten die Kontrolle über das Spiel zu bekommen und hatten oft den Ball, konnten aber kein Tor erzielen. Dann kam Schenefeld plötzlich vor unser Tor und erzielte direkt die Führung – 0:1. Aber wir ließen uns nicht beirren und spielten weiter nach vorne. Jetzt erspielten wir uns wieder mehr Chancen aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Dann endlich war der Bann gebrochen und wir erzielten endlich den Ausgleich. Die letzten Minuten waren sehr spannend, mit einem Gegentor wären wir ausgeschieden. Doch wir hatten das Spiel weiterhin im Griff und behielten die Ruhe. Eine Minute vor Schluss gelang sogar noch das 2:1 für uns. Wir waren im Halbfinale.

Unser Gegner im Halbfinale war Raisdorf 2, die ihrerseits Gruppe 2 vor Dinklage gewonnen hatten.

Das Spiel sollte ein sehr unangenehmes Spiel werden. Von der ersten Sekunde an ging es gleich richtig zur Sache. Viele harte Zweikämpfe prägten das Spiel. Wir konnten uns ein leichtes Übergewicht erspielen, kamen jedoch nicht entscheidend vor das Tor. Raisdorf 2 hielt stark dagegen und waren jederzeit gefährlich. Kein Team konnte einen Treffer erzielen. Dann, etwa 5 Minuten vor dem Ende, fällt aus dem Gewühl heraus ein unglückliches Gegentor – wieder 0:1! Wir versuchten nochmal alles und warfen alles nach vorne, um doch noch ins Finale einzuziehen. Doch leider gelang uns kein Treffer mehr und wir verloren das Spiel.

Das andere Halbfinale gewann überraschend Dinklage gegen Raisdorf 1 mit 8:7 nach Penaltyschießen, sodass wir im Spiel um Platz 3 erneut gegen Raisdorf 1 spielen mussten.

Wieder war das Spiel sehr ausgeglichen und es ging zur Sache. Diesmal allerdings nutzten wir eine unserer Chancen und gingen mit 1:0 in Führung. Über die Dauer kam Raisdorf besser ins Spiel und kam zum Ausgleich. Verlängerung. In der Verlängerung passierte nichts mehr und es kam zum Penaltyschießen. Alle Schützen trafen, nur unser letzter Schuss verfehlte sein Ziel knapp. So mussten wir uns mit 4:5 geschlagen geben und uns mit dem vierten Platz begnügen.

Im Finale besiegte der Gastgeber aus Dinklage Raisdorf 2 überraschend deutlich mit 3:0 und sicherte sich zum ersten Mal den Titel. Glückwunsch nach Dinklage.

Hier alle Ergebnisse und Platzierungen: https://www.meinturnierplan.de/showit.php?id=1487255366 (Link bitte kopieren)

Vielen Dank an die Ausrichter des Turniers und für die sehr gute Organisation, sowie die Unterbringung nach Dinklage. Insgesamt hat uns das Turnier trotz der Platzierung sehr viel Spaß gemacht und natürlich hoffen wir, dass wir uns nächstes Mal den Pokal holen.

Thore Mede

1. Haus Rheinsberg Powerchair Soccer Cup 2017

Gruppenbild alle Teams

 

Am 5.Mai starteten wir alle (Johannes, Muchti, Marco, Malte, Steffen, Thore, sowie Trainerteam und Betreuer) mit 5 Bussen Richtung Rheinsberg (Brandenburg), denn dort sollte der 1. E-Rolli Fußball HausRheinsberg Cup 2017 stattfinden an dem wir, die Knights vom BMTV aus Barmstedt, teilnehmen sollten. Mit dabei waren auch die Power Lions und Power Cats aus Dresden, die Steelchairs aus Linz, sowie der große Favorit auf den Turniersieg, die E-agles von ASKÖ Wien.

Am späten Nachmittag kamen alle nach und nach am Hotel HausRheinsberg, in dem wir wieder einmal untergebracht waren, an. Dort angekommen checkten wir ein und stärkten uns mit dem wieder einmal hervorragendem Essen im HausRheinsberg. Dann gingen nur noch alle ins Bett, um sich vor dem Start des Turniers noch einmal zu erholen. Da wir unser erstes Spiel am nächsten Tag erst um 12:45 bestreiten mussten, konnten wir ausschlafen und in Ruhe frühstücken.

Nachdem wir dann in der Halle angekommen waren, hieß es bereit machen für das erste Spiel gegen die Steelchairs aus Linz. Wir starteten mit Johannes im Tor, Thore in der Verteidigung sowie Steffen und Marco im Angriff. In der Verteidigung standen wir sicher, hatten allerdings Schwierigkeiten uns im Angriff gegen die Linzer Verteidigung Chancen herauszuspielen. Dann endlich das erste Tor: nach einer schönen Ecke stand Thore richtig und markierte das wichtige 1:0. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause. Nach der Halbzeit kamen Muchti und Malte für Thore und Steffen in die Partie. Nun lief es im Angriff etwas besser und wir kamen zu Chancen. Folgerichtig kamen wir durch Malte zum 2:0. Den Schlusspunkt setzte schließlich Muchti ebenfalls nach einer Ecke zum 3:0. Ein Start nach Maß!

Nach einer sehr langen Pause hatten wir dann unser zweites Spiel. Diesmal ging es gegen die Power Lions aus Dresden. Wir spielten mit der gleichen Startaufstellung, wie schon im ersten Spiel. Diesmal hatten wir anfangs ein paar Probleme mit dem Angriff der Dresdner. Johannes hielt das Tor aber sauber und wir kamen immer besser ins Spiel. Mit einer Einzelaktion von Thore, der den Ball irgendwie über die Linie drückte, war der Bann gebrochen. In der Folge erspielten wir uns eine Reihe von Chancen. Eine davon verwandelte Marco und stellte das Ergebnis auf der Anzeigentafel auf 2:0. Doch wir ließen nicht locker und erzielten durch Steffen noch vor der Pause das 3:0. Kurze Pause, wieder kamen Muchti und Malte ins Spiel und weiter ging es. Kurz nach Wiederanpfiff eine kleine Konzentrationsschwäche und schon stand es nur noch 3:1. Danach waren wir aber wieder konzentrierter und kontrollierten in der Folge wieder das Spiel. Wir ließen nichts mehr anbrennen und brachten das 3:1 sicher ins Ziel.

 

Knights Barmstedt

 

Der erste Turniertag war geschafft und nach dem Abendessen ließen wir den Abend in der Bar des Hotels ausklingen. Am nächsten Morgen mussten wir allerdings schon früh aufstehen. Das nächste Spiel stand an.

In diesem Spiel ging es gegen die Power Cats aus Dresden. Diesmal eine andere Aufstellung. Muchti begann im Tor, Johannes, Marco und Steffen auf dem Feld. Allerdings kamen wir nur sehr schwer ins Spiel und scheiterten immer wieder an der gegnerischen Verteidigung. Dann allerdings wieder eine schöne Ecke und Johannes traf zum 1:0. Alle Spieler der Knights hatten sich jetzt auf diesem Turnier in die Torschützenliste eingetragen. Noch vor der Pause gelang uns durch Marco das 2:0. Dann kamen wieder zwei Wechsel und weiter ging es. Nach der Halbzeit wurde der Druck von uns immer größer. Marco erzielte auch das 3:0. Mittlerweile waren die Power Cats chancenlos und schnell folgte das 4:0 durch Malte. Mit dem 5:0 sorgte wieder Malte für den Schlusspunkt. Drittes Spiel, dritter Sieg!

Nach einer kurzen Pause ging es nun gegen die ebenfalls ungeschlagenen E-agles vom ASKÖ Wien um den Gruppensieg. Beide Teams waren allerdings schon sicher im Finale. Wir starteten wieder mit Johannes im Tor, sowie Marco, Malte und Steffen auf dem Feld. Wir wussten das dieses Spiel sehr schwer werden würde doch in den ersten Minuten hielten wir sehr gut mit. Nach ungefähr 10 Minuten allerdings fiel dann nach einer Ecke das 1:0 für Wien, dachten alle, allerdings wurde das Tor zurecht aberkannt, da der Schiedsrichter das Spiel noch nicht wieder freigegeben hatte. Irgendwie brachte dieses nicht gegebene Tor die Wiener aus dem Konzept und wir waren etwas besser im Spiel. Doch nach einigen Minuten kam die Überlegenheit der Wiener wieder zurück und sie kamen nun etwa zwei Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit doch zum 1:0. Noch vor der Halbzeit folgte auch das 2:0 für Wien. Dann erstmal Halbzeit und eine kurze Besprechung. Muchti kam jetzt ins Spiel. Schnell folgte allerdings das 0:3. Das Spiel war entschieden. Auch das 0:4 fiel kurz darauf. Nun kam auch Thore ins Spiel. Dann kamen wir wenigstens noch zum 1:4. Thore war nach einer Ecke zur Stelle und traf ins Wiener Tor. Es sollte das einzige Gegentor für die Wiener auf diesem Turnier bleiben. Schließlich folgte kurz vor Schluss noch das 1:5. Schade, kurze Pause.

 

Wien Barmstedt

 

Denn nun sollte das große Finale zwischen dem Ersten und dem Zweiten der Gruppe folgen. Erneut standen wir also den Wienern gegenüber. Wieder starteten wir mit der gleichen Aufstellung. Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen und wir konnten sogar ein paar Akzente nach vorne setzen. Allerdings mussten wir auch immer auf den sehr starken Angriff der Wiener, um den wieder einmal besten Torschützen des Turniers Iljas Jusic, aufpassen. Zur Pause blieb es beim 0:0. Spannung pur. Keine Wechsel zur Pause und weiter ging es. Weiterhin hielten wir gut mit. Doch dann, das 0:1, wir konnten den Rückstand nicht mehr verhindern. Schnell folgte auch das 0:2. Dann kamen noch einmal zwei Wechsel. Vielleicht konnte das noch die Niederlage verhindern. Doch auch das half nichts und es fiel auch das 0:3. Dann kam der Abpfiff. Das Spiel war verloren. Allerdings haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt und sind verdient Zweiter geworden. Neben dem Pokal konnten wir auch noch das Preisgeld für den zweiten Platz mit nach Hause nehmen.

Zum Schluss wollen wir uns nochmal beim HausRheinsberg für die Unterbringung und das tolle Essen bedanken. Es war wieder einmal sehr schön dort ein paar Tage zu verbringen. Ein großer Dank gilt auch Frontcourt für die tolle Organisation des Turniers. Auch danken wir André Illgen von der Firma Ottobock für die zur Verfügungstellung von zwei B500 Sport für das Turnier.

Spendenaufruf der Knights Barmstedt für Sportrollstühle

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Fußball ist Deutschlands Sportart Nummer eins.

Das ist Ihnen natürlich bekannt. Unbekannt ist Ihnen vielleicht, dass auch Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen, die auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sind, diesen Sport in Deutschland unter dem Begriff Rollstuhlfußball betreiben. International spricht man auch von Powerchair Football. Dabei spielen zwei Mannschaften, bestehend aus je vier Spielern, auf einem Hallenspielfeld von der Größe eines Basketballfeldes gegeneinander. Es gilt, mit einem Rammschutz, der vorne am Elektrorollstuhl befestigt ist, mit einem etwas größeren Ball, durch Stangen markierte Tore zu erzielen. Mit der FIPFA, der Federation Internationale de Powerchair Football Association, gibt es dabei schon eine Organisationsstruktur, die auch ein international gültiges Regelwerk herausgebracht hat.

 

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Auch wir, eine Gruppe von sechs muskelerkrankten Elektrorollstuhlfahrern in der Kleinstadt Barmstedt in Schleswig-Holstein sind seit gut einem Jahr von diesem Sport begeistert. Beheimatet im Barmstedter MTV und bisher sehr erfolgreich im E-Ball, einer speziellen Form des E-Rollstuhlhockeys, sind wir Anfang Dezember 2016 bei unserem ersten internationalen Turnier in Wien angetreten. Auch wenn wir als Knights Barmstedt dort einen respektablen zweiten Platz erreicht haben, mussten wir die Grenzen unserer Möglichkeiten erkennen. Keines unserer Mannschaftsmitglieder besitzt einen Sportrollstuhl. Wir benutzen den Elektrorollstuhl, mit dem wir auch im Alltag unterwegs sind. Diese sind natürlich bei weitem nicht so wendig und belastbar. Zudem müssen die Spieler stets vorsichtig agieren, damit ihr einziges zur Mobilität notwendiges Hilfsmittel nicht beschädigt wird.

Um diese Gefahr zu verringern und im nationalen wie internationalen Wettbewerb mithalten zu können, möchten wir den nächsten Schritt in dieser Sportart machen. Beim Turnier in Wien stellte uns die Firma Ottobock Healthcare Deutschland GmbH die neuste Sportrollstuhlentwicklung aus ihrem Hause, den B500 sport, zur Erprobung zu Verfügung. Da wir so erkennen konnten, welche Möglichkeiten uns dieses Sportgerät für den Rollstuhlfußball bietet, möchten wir einen Großteil unserer Mannschaft, den einzelnen Bedürfnissen der Spieler angepasst, damit ausrüsten. Da Krankenkassen keine Sportrollstühle für uns finanzieren, sind wir auf Eigeninitiative angewiesen.

 

Unsere Bitte an Sie: Bitte seien Sie uns mit einer Spende behilflich, dieses Vorhaben zu verwirklichen.

 

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Anbei haben wir ein Angebot über fünf individuell ausgerüstete Elektrorollstühle beigefügt. So können Sie erkennen, wie „sportlich“ dieses Ziel für uns ist. Selbstverständlich erstellen wir Ihnen auf Wunsch eine Spendenquittung.

Eine positive Rückmeldung würde uns sehr freuen. Sollten Sie noch Fragen zu unserer Mannschaft, unserem Sport oder an uns persönlich haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Gruppenleiter: Uwe Dannenberg (0151-75052558)

Spendenkonto: Barmstedter MTV DE68 2305 1030 0510 770118

 

Vielen Dank im Voraus!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Barmstedter MTV

Am Turniersieg in Wien geschnuppert

Es war noch nicht einmal eine Minute im Finale des 3.Ottobock-Cups am Sonntag, dem 4.Dezember 2016 in der Sporthalle Brigittenau in der Hopsagasse in Wien gespielt, da führte der Underdog aus Norddeutschland, die Barmstedt Knights gegen den haushohen Favoriten ASKÖ Wien 1 mit 1:0. Der zu kurz gespielte Anstoß der Wiener wurde von Marco Rollmann attackiert und der Ball dann schnell bis vor das Tor getrieben, wo es Steffen Dannenberg am linken Pfosten gelang, zur Führung einzuschieben. Dieser Auftakt saß und man merkte den gegnerischen Spielern und den überwiegend österreichischen Zuschauern deutlich die damit einhergehende Verunsicherung an. Dabei hatte in den zwei Turniertagen davor alles nach einem eindeutigen Erfolg der ersten E-Rollifußballmannschaft von ASKÖ Wien um ihren Star mit der Nummer 10, Iljas Jusic, ausgesehen.

 

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Als Mannschaft mit der weitesten Anreise von über 1000 Kilometern, die von Spielern und Betreuern wahlweise mit Auto, Bahn oder Flugzeug erfolgte, waren die Knights aus dem beschaulichen Barmstedt nach Wien gereist. Die Unterkunft war schon dank kräftiger finanzieller Unterstützung durch den Sponsor ThiesMediCenter aus Itzehoe und einem privaten Geldgeber sowie dem Preisgeld für den Sieg beim E-Ball Turnier in Rheinsberg frühzeitig im Jugendgästehaus Brigittenau gesichert worden.

 

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Nach ein wenig Sightseeing in der österreichischen Hauptstadt waren letztendlich zum Turnierauftakt am Freitagabend alle vollzählig in der Sporthalle eingetroffen. In zwei kurzen Trainingsspielen konnten sie sich mit ihrem eigenen Equipment, der Halle und natürlich den Gegnern ein wenig vertraut machen. Danach ging es zurück in die nahegelegene Jugendherberge, in der noch ein weiterer Gegner auf sie wartete, der sie noch bis über das Ende des Turniers in Atem halten sollte - nämlich ein hartnäckiger Magen-Darm-Virus der, wohl ausgehend von einer gleichzeitig anwesenden Schulklasse, auch den ein oder anderen aus der Reisegruppe angriff. Das hielt sie aber trotzdem nicht davon ab, am Samstagvormittag gleich richtig gut mit einem 8:1 Sieg gegen die Steelchairs Linz ins eigentliche Turnier zu starten. Auch der zweite Gegner in der Champions League Gruppe, die Power Lions aus Dresden konnten sie mit einem klaren 4:1 distanzieren. Damit war der zweite Platz in der Gruppe schon einmal gesichert. Es folgte das Endspiel um den Gruppensieg gegen ASKÖ Wien 1. Diese Mannschaft bildet den Kern der österreichischen E-Rollifußball Nationalmannschaft und ihre Erfahrung und Abgeklärtheit hatten die Wiener schon bei ihren beiden Gruppenspielen mit einer Ausbeute von 12:0 Toren eindrucksvoll bewiesen. Da konnten auch die Knights nur eine Halbzeit lang, bei einem Pausenstand von 0:2, einigermaßen mithalten. Im zweiten Durchgang spielten die Wiener ihren Gegner nahezu an die Wand. Insbesondere Standardsituationen wussten sie zu nutzen und gewannen letztendlich hochverdient mit 7:0. Wie eingangs gesagt, es lief für den Lokalmatadoren und Turnierfavoriten alles nach Plan.

 

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Nach einem Sponsorenabend mit der Firma Ottobock, die den Barmstedtern im Vorfeld des Turniers ihr allerneuestes Sportgerät, einen B500 sport, zur Verfügung stellten und der im Turnier von Steffen Dannenberg im Cockpit mit großer Begeisterung in Szene gesetzt wurde, traten die sechs tapferen Ritter am Sonntag neu gestärkt zum Semifinale an. Erneuter Gegner war die Mannschaft vom SV Motor Mickten, die Power Lions aus Dresden. Diese hatten offenbar in ihrer Analyse des Gruppenspiels vom Vortag einiges richtig gesehen und stellten eine verbesserte Abwehr auf das Feld aus der dann mit einer einzigen Spitze Konter nach vorne gespielt werden sollten. Das schmeckte den Knights nicht unbedingt und nur äußerst mühsam gelang es den Doppelriegel vor dem Tor der Dresdner zu mindestens einmal zu knacken und das 1:0 zu erzielen. Doch die Taktik der Dresdner ging auf und durch einen in der Abwehr eroberten Ball, der von Sarah Lenz schnell nach vorne getrieben wurde, fiel der überraschende Ausgleich. Diesen konnten die Sachsen bis über die Verlängerung verteidigen. Das Spiel musste im Penaltyschießen entschieden werden. Dies war nicht nur für die Spieler eine besondere Herausforderung, auch die erst am Turnierwochenende ausgebildeten Schiedsrichter hatten hier ein wenig Mühe das Regelwerk umzusetzen. Doch als letztendlich der Barmstedter Torwart Johannes Koch nach Abwehr des fünften Penalties seinen eigenen Schuss verwandelt hatte war das spannende Match beendet und die Knights zogen damit nicht unverdient ins Finale des 3.Ottobock-Cups ein. Hier stand den Rittern, wie nicht anders zu erwarten erneut die erste Mannschaft von ASKÖ Wien gegenüber, die ihr Halbfinale einigermaßen souverän gegen die Steelchairs Linz mit 4:0 gewann. Doch wie selbst die Wiener sagten, fängt jedes Spiel bei 0:0 an und eröffnet damit die Chance, die gleich in der ersten Spielminute von den Barmstedtern genutzt werden konnte. Doch ASKÖ griff im Spielverlauf weiter an und kam zu Ausgleichsmöglichkeiten. Die größte bot sich bei einem Penalty aufgrund eines Foulspiels der Knights, doch der Wiener Schütze konnte den Ball nicht im Tor platzieren. Waren es die Nerven oder der unerwartete Rückstand der ASKÖ zu schaffen machte? Von der Dominanz der Gruppenspiele war jedenfalls nichts zu sehen. Die Barmstedter ihrerseits spielten auch munter nach vorne und so entwickelte sich ein hochklassiges und spannendes Finale. Nach der Pause nahm der Druck auf die Abwehr der Norddeutschen zu und Mitte der zweiten Halbzeit gelang den Österreichern der ersehnte Ausgleich. Doch die Gegenwehr brach nicht ein, sondern mit engagiertem Spiel zwangen die Knights ASKÖ in die Verlängerung. Aus einem Einschuss von der Seitenlinie, bei dem ein wenig Unstimmigkeit in der Abwehr Barmstedts herrschte, fiel dann doch noch der mit viel Jubel begleitete Führungstreffer für die Österreicher. Diesen Vorsprung gaben die Favoriten dann bis zum Abpfiff nicht mehr her, obwohl die Knights die Deckung öffneten und noch offensiver agierten. Letztendlich wurde es ein verdienter Turniersieg der sympathischen österreichischen Mannschaft um ihre Trainer Leo Vasilie und Doris Fitz. Aus diesen Grund kamen die anschließenden Gratulationen von Herzen. Doch die Knights aus Barmstedt verließen als Newcomer in dieser Sportart erhobenen Hauptes das Spielfeld und kamen Stolz zur anschließenden Siegerehrung um den Pokal für den zweiten Platz entgegenzunehmen. Außerdem wurde Steffen Dannenberg von den Trainern als wertvollster Spieler ausgezeichnet. Mit jeweils vier Treffern von Malte Dannenberg, Steffen Dannenberg und Marco Rollmann sowie zwei Treffern von Thore Mede fanden sich auch vier Mannschaftsmitglieder in der Torschützenliste wieder. Damit ging ein ereignisreiches, langes Wochenende zu Ende und jeder konnte wertvolle Erfahrungen mitnehmen, die auf den langen Rückfahrten noch für reichlich Gesprächsstoff dienten.

 

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Turniersieger ASKÖ Wien 1

 

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2. Platz BMTV Knights Barmstedt

 

Der Dank der Knights Barmstedt geht natürlich zunächst an den Ausrichter E-Rolli Fußball Österreich, im speziellen in der Person von Matias Costa. Das war ein sehr gut organisiertes Turnier und ihr habt viel Liebe und Engagement in diese Tage gesteckt und es damit zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle werden lassen. Dann natürlich auch an die gegnerischen Mannschaften. Es waren immer faire Partien und es wurden viele persönliche Kontakte geknüpft, so dass man sich in Zukunft gern wieder auf einem Spielfeld begegnen möchte. Abschließend gilt unser Dank unseren Sponsoren. Zum einen der Firma Ottobock HealthCare Deutschland GmbH für die Bereitstellung des B500 sport und viel persönlicher Unterstützung, insbesondere durch André Illgen. Zum anderen der Firma ThiesMediCenter Itzehoe für die kräftige Unterstützung bei der Finanzierung dieses Vorhabens und der Begleitung nach Wien durch Mona Reimer und Frank Leschik.

 

Ernst Mede

Du kannst live dabei sein

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Das Team freut sich auf euch. 2. - 4. Dezember 2016 Wien Herzlichen Dank an Erollifussball in Österreich das Ihr den 3.Ottobock Cup im erollifussball Live übertragt.

BMTV Knights Barmstedt trainieren für den 3. Ottobock Cup im E-Rollifußball in WIen

Vom 02.12.16 bis zum 04.12.16 sind wir beim 3.Ottobock Cup im E-Rolli-Fußball in Wien, Österreich dabei.

Mit im Gepäck ist der B 500 Sport ,eine perfekte Mischung aus Speed, Wendigkeit und Eleganz. Den Rollstuhl haben wir am 19.11.16 im Training austesten können.

Der B500 Sport lässt sich sehr gut fahren und bleibt bei Richtungswechseln stehts kontrollierbar. Dreh- und Kurvengeschwindigkeiten sind sehr hoch. Bewegte Bilder findet ihr im unteren Video.

 


Herzlichen Dank an Andre Illgen von Ottobock HealthCare Deutschland GmbH

Österreicher erklären Deutschen das Fußballspiel

Richtig gelesen - im Land des amtierenden Fußballweltmeisters gibt es noch einigen Nachholbedarf, denn im E-Rollstuhlfußball haben die Österreicher uns schon einiges voraus.

                                                                                             

Um diese Lücke zu verringern, veranstaltete die Firma Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH an einem goldenen Oktoberwochenende in der Landessportschule Bad Blankenburg in Thüringen einen Workshop für diese noch nicht weit verbreitete Sportart für Spieler im Elektrorollstuhl.

Als Referenten angereist waren dazu extra zwei Trainer aus Österreich, Doris Fritz und Leonard Vasile, die gleich auch noch die zwei Nationalspieler Michael und Karin aus Wien mitgebracht hatten.

Die Abordnung der Knights Barmstedt, die ja im August schon erste sehr gute Erfahrungen mit diesem Sport beim Turniersieg in Dresden machen konnten, bildeten Steffen und Thore.

 

 

 

 

 

                                                                                           

 

                                                                                      

Die Trainer Doris und Leo

 

taktik                

Die Taktikbesprechung

In praktischen Einheiten ging es um Trainingsgestaltung, Rollstuhlbeherrschung, Ball-führung, Schusstechniken, Spielübersicht und vieles mehr. Sehr interessant war auch der Theorieteil, in dem sehr ausführlich das Regelwerk des E-Rollstuhlfußballs erläutert wurde. Insbesondere die sogenannte „2zu1-Regel“ wird den Knights als eigentliche E-Ballspieler wohl auch in Zukunft noch einiges Kopf-zerbrechen bereiten.

 

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 Gruppenbild aller Teilnehmer des E-Rollstuhlfußball-Workshops

Den Abschluss bildete ein kleines Turnier, bei dem die gesammelten Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden konnten. Ein großes Lob geht natürlich an Doris und Leo, die allen Spieler jede Menge Know-How mitgegeben haben und sie motiviert haben, auch in Zukunft den Ball nicht ruhen zu lassen. Dank gilt aber auch der Firma Otto Bock, die nicht nur die Veranstaltung organisiert hatte, sondern auch zwei ihrer allerneusten Sportrollstühle, den B500 sport, mitbrachten und allen Teilnehmern zum intensiven Praxistest zur Verfügung stellten.

 

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 Rückansicht des B500 sport wie die Knights Barmstedt ihn in Wien fahren werden

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Das ist Partnerschaft Thore, Uwe, Andre Illgen (Otto Bock) und Steffen im B500 sport (v.l.n.r.)

Unser gutes Verhältnis zu diesem Sponsor bescherte uns dann auch noch eine faustdicke Überraschung. So bekommen wir für das E-Rollifußballturnier Anfang Dezember in Wien tatsächlich eine dieser Sportmaschinen gestellt. Das motiviert natürlich noch mehr im Training alles zu geben, um gut gerüstet nach Österreich zu fahren. Das Hotel und die Anreisen für die ganze Mannschaft sind gebucht. Austria wir kommen!

Ernst Mede